Ausstellung: 8. – 30. August 2025
Eröffnung: Freitag, 8. August 2025, 18.00 Uhr
In reality break verwandelt sich Gemeinde Köln in eine Raumerfahrung zwischen Rückzugsort und Traumlandschaft. Zentral im Raum entsteht eine Installation aus fragmentierten Textilien, eine begehbare Deckenburg – In ihrem Inneren eine Zusammenkunft interaktiver Spielzeugfiguren, die sich in endlosen Dialogen verlieren.
Hypernormalisa (Lisa Mayer) zeigt skulpturale Objekte, die sich aus Sammelleidenschaft, gefundenem oder aussortiertem Kinderspielzeug und den Resten einer überreizten Gegenwart zusammensetzen.
Reality Break wird kuratiert und betreut von Thera de Freitas.
Lisa Mayer arbeitet im Bereich Skulptur, Assemblage und Installation. Als Material verwendet sie vorwiegend gefundene Objekte: Neben Kinderspielzeug, Dekorationsperlen, Plüschtieren und Gegenständen des Rauschmittelkonsums spielen christliche Symbole eine Rolle. Damit wird in den Arbeiten das Erwachsen-Werden in einer christlich als auch popkulturell geprägten Umgebung thematisch, und die Dichotomie von Erwachsen-Sein zur Kindheit aufgebrochen. Bedeutend ist die Praktik des Sammelns, Suchens und Findens von aussortiertem Spielzeug und Gegenständen auf Flohmärkten, im Müll oder auf Internet-Plattformen. Lisa Mayer gibt den Objekten auf eine empathische Weise einen neuen Platz in ihren kindlich-erdachten Kosmen. Es entstehen unter den verschiedenen Gegenständen ganz eigene Relationen: Sie werden aus denen für sie ursprünglich konzipierten (Spiel-)Welten herausgelöst und in neue Fantasien und Beziehungsgeflechte eingefügt. Der organisch wirkende Klebstoff unterstützt die wahrgenommene Bewegung in den absurden Wimmelbildern, und entspricht ästhetisch dem durchgezogenen Prinzip des Über-Fließens und -Flusses. Die Arbeiten quillen über an Formen und Farben, zeigen die allgegenwärtige Vielfalt von uns umgebenen Dingen und sind damit Sinnbild für den Überkonsum schlechthin. Dabei sind sie jedoch nicht nur Ausdruck von Kritik, sondern vor allem von Nostalgie und Freude am Spiel. (Text: Lisa Obwandner)
Die Ausstellung versteht sich als Invervention im Rahmen des Festivals “Erinnerungen an Heute / Memories of Today”. Hypernormalisa (Lisa Mayer) nimmt am Festival im Bereich der Visuellen Kunst teil.
Erinnerungen an Heute / Memories of Today und diese Ausstellung werden gefördert von:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Diversitätsfonds), Kulturamt Köln, startklar / Unser Ebertplatz. Sponsor: Gaffel Kölsch.

