Eintritt frei. Spenden willkommen. Popcorn + Bar.
28. August 2025, 19.00 – 20.45 Uhr
(!) Hinweis Barrierefreiheit: Der Weg zur Ebertplatzpassage hat ein Gefälle und könnte nicht für jeden erreichbar sein. Falls deine Teilnahme nur unter der Berücksichtigung bestimmter Bedürfnisse möglich ist, sende uns gerne eine Email. kontakt@gemeinde-koeln.org (!)
Ort: Ebertplatzpassage / Gemeinde Köln, 50668 Köln.
Donnerstag, 28. August 2025
Filmprogramm: 19.00 – 20.45 Uhr
Ausstellungen in der Passage: 16:00 – 20:00 Uhr

Total Refusal, How to Disappear, 21 min, 2021 (Österreich)
How to Disappear ist ein eindrucksvoller Antikriegsfilm, der den Akt der Desertion im unwahrscheinlichen Setting eines Online-Kriegsspiels erforscht. Die Grenzen zwischen Virtuellem und Realem verschwimmen, während der Film zu einer poetischen und politischen Hommage an Widerstand, Ungehorsam und die Verweigerung gegenüber Systemen der Gewalt wird – sowohl digital als auch physisch. Das Künstler*innenkollektiv Total Refusal unterwandert die Logik von Heldentum und Krieg direkt im Inneren des Spiels.

Basma al-Sharif, Ouroboros, 77 min, 2017 (Palästina)
(Titelbild) In ihrem ersten Spielfilm präsentiert die bildende Künstlerin Basma al-Sharif Ouroboros – eine poetische Hommage an Gaza und an die beständige Hoffnung trotz Zerstörung. Gedreht an fünf unterschiedlichen Orten – Gaza, Los Angeles, der Mojave-Wüste, Italien und der Bretagne – folgt der Film einem geheimnisvollen Protagonisten auf einer zyklischen Reise durch Erinnerung, Verlust und Erneuerung.
Mit Bezug auf das antike Symbol der Schlange, die sich selbst verschlingt, erkundet Ouroboros die Spannungen zwischen Regeneration und Zerstörung, zwischen Persönlichem und Politischem, Fiktion und Realität. Die Figuren bleiben flüchtig, und die Grenzen von Zeit und Geografie verschwimmen – ein Echo auf die Erfahrung von Vertreibung und Sehnsucht, die zentral für die palästinensische Identität ist. Mit eindringlichen Bildern und experimenteller Erzählweise bietet Alsharif eine meditative Reflexion darüber, was es bedeutet, an einen Ort zurückzukehren, der womöglich nicht mehr existiert.

Jonathan (Om) Omer Mizrahi, A Castle in Red, 5:50 min, 2024 (Israel / Palästina)
Der Film handelt von einem verlassenen Gewächshaus an der Grenze zwischen Gaza und Israel, wo israelische Soldaten “Tomatenkrieg” spielen. Während des aktuellen Krieges zwischen Gaza und Israel befand sich die Landwirtschaft an der israelischen Grenze zu Gaza in einer Krise. Die Ernte verrottete und die Gewächshäuser gerieten außer Kontrolle. Unter Beschuss schickt die Armee einige ihrer Soldaten, um landwirtschaftliche Aufgaben zu übernehmen. Tatsächlich handelt es sich hierbei um eine alte Geschichte: Das Gebiet um Gaza wurde durch den Bau von „Nahal-Außenposten“ gegründet, einer Mischung aus landwirtschaftlichen und militärischen Siedlungen, die strategisch an der „Grünen Linie“ platziert wurden, um die Grenze durch große landwirtschaftliche Flächen zu kontrollieren. Die Soldaten führten die landwirtschaftlichen Arbeiten durch und hinderten gleichzeitig die Flüchtlinge aus Gaza daran, auf ihre Felder zurückzukehren.
Weitere und ausführliche Informationen zu allen teilnehmenden Künstler:innen gibt es auf https://www.gemeinde-koeln.org/category/eah-2025-filmprogramm/ und der Timetable für alle Tage ist hier zu finden https://www.gemeinde-koeln.org/filmprogramm/.
Erinnerungen an Heute – ein Festival der Gemeinde Köln
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Die Gemeinde Köln präsentiert im Sommer 2025 ein zweimonatiges Festival mit Tanz, Film und visueller Kunst. In Zusammenarbeit mit internationalen Kurator:innen und Choregraph:innen nehmen über 50 Künstler:innen an dem Projekt “Erinnerungen an Heute / Memories of Today” teil.
Unter diesem Titel werfen wir den Blick von weit vorne zurück aufs Heute. Wie verändert sich unsere Gesellschaft im Postkapitalismus, Postkolonialismus, durch Netzkapital und gezeichnet von Marginalisierung, Gewalt und Vertreibung in allen Teilen der Erde?
Das Festival möchte vielen unterschiedlichen Stimmen ein Forum geben, die Fragen an die eigene Identität stellen und Perspektiven auf viele drängende Fragen der Gesellschaft teilen.
“Erinnerungen an Heute” wird vom 11.–13. Juli 2025 eröffnet und läuft bis zum 28. August. Das Eröffnungswochenende findet zeitgleich mit zahlreichen Events am Ebertplatz statt, u.a. das Aktionswochenende “Sorry, We’re Open”, das vom Brunnen e.V., dem Zusammenschluss aller Kunsträume am Ebertplatz, organisiert wird.
Alle Filme im Überblick:
https://www.gemeinde-koeln.org/category/eah-2025-filmprogramm/
Open Air + Passagen-Filmprogramm
arthouse, independent, experimentell
12. Juli, ab 19.00 Uhr,
und vom 17.7. – 28.8.2025 jeden Donnerstag, 19:00 – 21.00 Uhr
Gemeinsam mit den Kurator:innen Alisa Berger, Kuei-Pi Li, Aleksi Soselia (Georgian Video Archive) und Tenzin Tsetan Choklay (Drung Filmmakers Collective, Tibet/Dharamsala) hat Gemeinde Köln unter der Leitung von Maria Wildeis ein Filmprogramm aus Kurz- und Langfilmen zusammengestellt, das über mehrere Wochen in einer Kino-Lounge gezeigt wird, welche exklusiv für die Passage und den Kunstraum Gemeinde entwickelt wurde.
Die Filmauswahl möchte einen fragmentarischen und möglichst heterogenen Einblick auf drängende Themen unserer Zeit verschaffen. Ausgeliefert einem Sog der Machtverteilung und territorialer Konflikte, Gewalt und Ungerechtigkeit, geprägt von Kapitalismus, Social Media, Imperialismus, Kolonialismus und Glaubensfragen öffnen die Protagonisten mögliche Räume für marginalisierte Perspektiven und verweisen auf Hoffnung, Träume und Beharrlichkeit.
Ein Filmprogramm mit:
Alisa Berger, Amir Youssef, Anhar Salem, Anna Japharidze, Basma al-Sharif, Black Power Naps, Cătălina Bucos & Ada Kopaz, Che-Yu Hsu & Wan-Yin Chen, Fabiana Fragale; Kilian Kuhlendahl; Jens Mühlhoff, Drung Artist Collective, Georgian Video Archive, Hester Yang, Jan Soldat, Jonathan Omer Mizrai, Julie Černá, Kamal Aljafari, Mikolaj Sobczak & Nicholas Grafia, Mukaddas Mijit & Bastien Ehouzan, Posak Jodian, Raphael Reichl, Santiago Alvarez, Sharone Lifschitz, Shinpei Takeda, Sonam Tseten, Stefan Ramirez Perez, Steffen Köhn & Johannes Büttner, Tenzin Kalden, Tenzin Wangjor, Total Refusal, Uli Golub, Ulu Braun, Wato Tsereteli, WU Chi-Yu, Zura Tsofurashvili; Aleksi Soselia; Scott McCulloch; Dima Dadiani; Magic Steven
Förderung und Sponsoring
Das Projekt “Erinnerungen an Heute / Memories of Today” wird gefördert durch:
- Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Diversitätsfonds)
- Kulturamt der Stadt Köln
- Unser Ebertplatz / startklar a+b GmbH
- Gaffel Kölsch

