Open Air Passagen-Kino: Donnerstag, 21.8. 19:00 Uhr

Eintritt frei. Spenden willkommen. Popcorn + Bar.
21. August 2025, 19.00 – 20.45 Uhr

(!) Hinweis Barrierefreiheit: Der Weg zur Ebertplatzpassage hat ein Gefälle und könnte nicht für jeden erreichbar sein. Falls deine Teilnahme nur unter der Berücksichtigung bestimmter Bedürfnisse möglich ist, sende uns gerne eine Email. kontakt@gemeinde-koeln.org (!)

Ort: Ebertplatzpassage / Gemeinde Köln, 50668 Köln.

Donnerstag, 21. August 2025
Filmprogramm: 19.00 – 20.45 Uhr
Ausstellungen in der Passage: 16:00 – 20:00 Uhr

Mukaddas Mijit & Bastien Ehouzan, Nikah, 55:44 min, 2023 (Frankreich)
NIKAH (2017) erzählt die Geschichte von Dilber, einer 27-jährigen Uigurin, die unter dem enormen familiären Druck steht, endlich zu heiraten – besonders seitdem ihre jüngere Schwester Rena ein scheinbar stabiles Eheleben führt. Doch die politische Lage in der Uigurenregion spitzt sich dramatisch zu: heimliche Verhaftungen häufen sich, darunter auch Renas Ehemann. Dilbers Alltag wird zunehmend von Unsicherheit geprägt. In regelmäßigen FaceTime-Gesprächen mit ihrer Freundin Gulnur in Paris wächst in ihr die Hoffnung, dass eine Ehe mit einem jungen Uiguren in Frankreich einen Ausweg bieten könnte. Mukaddas Mijit ist eine uigurische Ethnomusikologin, Filmemacherin, Tänzerin und Künstlerin aus Ürümqi (China). Seit ihrem Umzug nach Frankreich im Jahr 2003 schafft sie Dokumentarfilme und Performances, die sich der Erforschung und Bewahrung uigurischer Kultur widmen. 

Julie Černá, Stone of Destiny, 10 min, 2025 (Tschechien)
Stone of Destiny ist ein animiertes Musical, das auf der gefeierten Comic-Trilogie von Julie Černá basiert. Im Zentrum steht ein empfindsames, magisches Objekt – der Stein der Bestimmung –, das sich nach Freiheit sehnt und mit Selbstzweifeln ringt. Auf seiner Reise begegnet es seltsamen Kreaturen und durchquert surreale Landschaften, die Themen wie Identität, Einsamkeit und Sinnsuche aufgreifen. Stone of Destiny feierte seine Premiere im Wettbewerb Berlinale Shorts der 75. Internationalen Filmfestspiele Berlin, wo er für den Goldenen Bären für den besten Kurzfilm nominiert wurde.

Cătălina Bucos & Ada Kopaz, The Flies Hum Thy Name, 9:20 min, 2021 (Deutschland)
The Flies Hum Thy Name ist ein poetisch-visueller Kurzfilm, der die vielschichtige Beziehung zwischen Körper, Geschlecht, Umwelt und öffentlichem Raum erforscht. In einer Mischung aus Super8- und Digitalaufnahmen, selbst verfasster Poesie und Choreografie folgen wir zwei Performer:innen in einem leeren Schwimmbecken, das sich durch Projektionen in einen imaginären Wasserraum verwandelt.
Der Film entfaltet eine Reihe tragischer Allegorien – von unerfüllbaren Sehnsüchten über kybernetische Körper bis hin zu einer verseuchten Umwelt. Inmitten dieser Bruchlinien streben die Körper nach innerer Einheit und Verbundenheit mit der Natur, im Wunsch nach Ursprung und Zugehörigkeit.

Wato Tsereteli, ohne Titel, 14:41 min (Georgien)
Das Georgian Video Art Archive, gegründet 2014, ist das erste Online-Archiv für georgische Video- und Bewegtbildkunst. Es umfasst rund 400 Werke von über 80 Künstler\:innen aus den 1990er-Jahren bis heute. Der Film zeichnet die Entwicklungen Georgiens durch die Perspeltive des Künstlers Wato Tsereteli.

Weitere und ausführliche Informationen zu allen teilnehmenden Künstler:innen gibt es auf https://www.gemeinde-koeln.org/category/eah-2025-filmprogramm/ und der Timetable für alle Tage ist hier zu finden https://www.gemeinde-koeln.org/filmprogramm/.

Erinnerungen an Heute – ein Festival der Gemeinde Köln
Eintritt frei. Spenden willkommen.

Die Gemeinde Köln präsentiert im Sommer 2025 ein zweimonatiges Festival mit TanzFilm und visueller Kunst. In Zusammenarbeit mit internationalen Kurator:innen und Choregraph:innen nehmen über 50 Künstler:innen an dem Projekt “Erinnerungen an Heute / Memories of Today” teil.

Unter diesem Titel werfen wir den Blick von weit vorne zurück aufs Heute. Wie verändert sich unsere Gesellschaft im Postkapitalismus, Postkolonialismus, durch Netzkapital und gezeichnet von Marginalisierung, Gewalt und Vertreibung in allen Teilen der Erde? 

Das Festival möchte vielen unterschiedlichen Stimmen ein Forum geben, die Fragen an die eigene Identität stellen und Perspektiven auf viele drängende Fragen der Gesellschaft teilen. 

“Erinnerungen an Heute” wird vom 11.–13. Juli 2025 eröffnet und läuft bis zum 28. August. Das Eröffnungswochenende findet zeitgleich mit zahlreichen Events am Ebertplatz statt, u.a. das Aktionswochenende “Sorry, We’re Open”, das vom Brunnen e.V., dem Zusammenschluss aller Kunsträume am Ebertplatz, organisiert wird.

Alle Filme im Überblick:
https://www.gemeinde-koeln.org/category/eah-2025-filmprogramm/ 

Open Air + Passagen-Filmprogramm
arthouse, independent, experimentell
12. Juli, ab 19.00 Uhr,
und vom 17.7. – 28.8.2025 jeden Donnerstag, 19:00 – 21.00 Uhr

Gemeinsam mit den Kurator:innen Alisa Berger, Kuei-Pi Li, Aleksi Soselia (Georgian Video Archive) und Tenzin Tsetan Choklay (Drung Filmmakers Collective, Tibet/Dharamsala) hat Gemeinde Köln unter der Leitung von Maria Wildeis ein Filmprogramm aus Kurz- und Langfilmen zusammengestellt, das über mehrere Wochen in einer Kino-Lounge gezeigt wird, welche exklusiv für die Passage und den Kunstraum Gemeinde entwickelt wurde.

Die Filmauswahl möchte einen fragmentarischen und möglichst heterogenen Einblick auf drängende Themen unserer Zeit verschaffen. Ausgeliefert einem Sog der Machtverteilung und territorialer Konflikte, Gewalt und Ungerechtigkeit, geprägt von Kapitalismus, Social Media, Imperialismus, Kolonialismus und Glaubensfragen öffnen die Protagonisten mögliche Räume für marginalisierte Perspektiven und verweisen auf Hoffnung, Träume und Beharrlichkeit.

Ein Filmprogramm mit:

Alisa Berger, Amir Youssef, Anhar Salem, Anna Japharidze, Basma al-Sharif, Black Power Naps, Cătălina Bucos & Ada Kopaz, Che-Yu Hsu & Wan-Yin Chen, Fabiana Fragale; Kilian Kuhlendahl; Jens Mühlhoff, Drung Artist Collective, Georgian Video Archive, Hester Yang, Jan Soldat, Jonathan Omer Mizrai, Julie Černá, Kamal Aljafari, Mikolaj Sobczak & Nicholas Grafia, Mukaddas Mijit & Bastien Ehouzan, Posak Jodian, Raphael Reichl, Santiago Alvarez, Sharone Lifschitz, Shinpei Takeda, Sonam Tseten, Stefan Ramirez Perez, Steffen Köhn & Johannes Büttner, Tenzin Kalden, Tenzin Wangjor, Total Refusal, Uli Golub, Ulu Braun, Wato Tsereteli, WU Chi-Yu, Zura Tsofurashvili; Aleksi Soselia; Scott McCulloch; Dima Dadiani; Magic Steven

Förderung und Sponsoring

Das Projekt “Erinnerungen an Heute / Memories of Today” wird gefördert durch:

  • Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Diversitätsfonds)
  • Kulturamt der Stadt Köln
  • Unser Ebertplatz / startklar a+b GmbH
  • Gaffel Kölsch